• Wabi Sabi by Anne

„Fruchtsaft? Nicht häufiger als Champagner!“


Fast alle sind sich bewusst, dass süsse Softdrinks mit Zucker geladen sind und nur ausnahmsweise getrunken werden sollten. Aber Fruchtsäfte? Die sind doch voller Vitamine und gesund, oder?

Im Durchschnitt bringt es ein Kind auf etwa 3 dl Fruchtsaft pro Tag. Das ist zweimal die Menge, welche die amerikanische Kinderarztvereinigung empfiehlt.

Tatsache ist: trotz grosser Marketingsanstrengungen Seite der Hersteller, sind Säfte so reich an Gesundheit fördernden Stoffe auch wieder nicht, und vor allem, sie sind vollgeladen mit Zucker.

Nur so um es vor den Augen zu halten, egal ob eine kleine Dose /Flasche (ca. 0,33 dl) Süssgetränk oder Fruchtsaft getrunken wird, beide enthalten ca. 10 g Zucker.

10 Gramm!

(das sind zweieinhalb Würfel bzw. zweieinhalb Teelöffel)

Fruchtsaft trinken ist nicht das Gleiche wie eine Frucht essen. Isst man sie, senkt es tatsächlich die Wahrscheinlichkeit, Diabetes zu entwickeln. Wenn man davon aber den Saft trinkt, ist das Gegenteil der Fall. Denn man trinkt rasch mehr als man essen würde, Kalorien und Zuckermengen sind somit erhöht, jedoch fehlen die Nahrungsfasern und man fühlt sich nicht so satt.

Zudem haben ganz kleine Kinder, die schon Fruchtsäfte trinken die Tendenz, später nach Süssgetränken zu verlangen und auch zu konsumieren. Fruchtsäfte sind sozusagen die “Einstiegsdroge“. Auch wenn es nicht unmittelbar zu einer Gewichtszunahme führt, verschlechtern sich Blutzucker- und Cholesterinwerte.

Folgendes ist noch zu erwähnen: Kleinkinder, die dauernd an Fruchtsäften nippen, schädigen ihre Zähne, manchmal massiv.

Wenn man also ab und zu Lust nach einem Fruchtsaft hat, wunderbar. Jedoch diesen nicht regelmässig als Vitaminquelle einnehmen! Wenn schon ist es besser die ganze Frucht zu essen!

Was denn, welche Getränke sind geeignet?

Der beste Durstlöscher ist Wasser, idealerweise aus der Leitung. Eine bessere Alternative gibt es nicht. Mit etwas Schale von Bio-Zitronen oder -Orangen, einem Zweig Minze oder einem anderen Kraut, Ingwer bzw. einem anderen Gewürz, kann man den Geschmack aufpeppen. Säurearme Früchte- oder Kräutertees, ohne zusätzliches Aroma sind auch geeignet. Dann denke daran, zu variieren, um die positive Wirkung zu erhalten.

Und falls doch mal Saft, nicht pur, sondern als Schorle mit mindestens zwei Teilen Wasser. Wenn es sein muss, ist unpasteurisierte Milch von Weidekühen zum Frühstück in Ordnung. Als Durstlöscher ist diese jedoch ungeeignet, denn sie ist sehr gehaltvoll und nimmt den Appetit auf die Mahlzeit.

Eine kleine fiese Frage am Ende: würdest Du ein Multivitamin nehmen, wenn Du wüsstest, es enthält 10 g Zucker?

Eben...

Idee:

Stark gekürzt, übersetzt und angepasst, aus der New York Times (von Erika R. Cheng, Lauren G. Fiechtner und Aaron E. Carroll(alles Kinderärzte)

https://www.nytimes.com/2018/07/07/opinion/sunday/juice-is-not-healthy-sugar.html


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Anne Hägler

Langgasse 67

8400 Winterthur

Ernährungsexpertin

Geniesserin

Lebenskünstlerin

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